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SPGM-25 SSV Final
| Paul Schnider auf Limitenjagd |
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Nach acht Jahren Unterbruch und dem Gewinn von mehreren Schweizermeistertiteln hat sich der Rollstuhlsportschütze Paul Schnider entschlossen, auch international wieder mitzumischen. Von Martin Nauer (Sarganserländer) Sportschiessen. – Den letzten nationalen Titel, den elften insgesamt seit 1992, holte sich der in Mels wohnende und mit den Pistolenschützen Sargans schiessende Schnider im Frühjahr mit der Luftpistole in Bern. Der Entschluss, international wieder einzusteigen, fiel nach reiflicher Überlegung. Die Aussicht, strapaziöse Reisen zu den Wettkämpfen auf sich nehmen zu müssen, dämpfte die Lust auf Weltcup-Einsätze etwas. Doch die Freude daran, Schiesssport wieder auf höchster Ebene ausüben zu können, obsiegte schliesslich. Erster Erfolg in der Türkei Schnider entschloss sich, am IPC Shooting World Cup Antalya (TU) teilzunehmen. Vor diesem Einsatz musste er sich einer eingehenden Prüfung unterziehen, in der sein Behindertenstatus erneut festgestellt und in einem speziellen Ausweis eingetragen wurde.
Ziel Schniders in Antalya war es, nach langen Jahren der Absenz wieder internationale Wettkampfluft zu schnuppern und nach Möglichkeit eine IPC-Limite zu erreichen. Das International Paralympic Committee (IPC) fordert nämlich für die Teilnahme an den Paralympic Games Limiten und verteilt an den Weltcup-Wettkämpfen Quotenplätze. Schnider schaffte es, mit einem 6. Rang und 551 Punkten im Luftpistolenschiessen die erste Limite (von 545) zu übertreffen und so seinen Namen wieder auf die Rankingliste setzen zu lassen. Der 2. Rang im Klappscheibenschiessen war für Schnider noch Zugabe. Weiter nach Spanien Wenige Tage später flog Schnider nach Spanien. In Alicante fand der zweite Weltcup-Wettkampf statt, diesmal mit vier Mal mehr Schützen am Start als in der Türkei. Mit 554 Punkten schoss der Melser im Wettkampf mit der Luftpistole über 10 Meter zwar drei Punkte besser, belegte aber «nur» Platz 17. Mit der Sportpistole auf 25 Meter machte er es wesentlich besser. Nach dem 30-schüssigen Präzisionsteil lag er mir 287 Punkten gar an der Spitze. Im Duellschiessen mit sechs Fünferserien harzte es. Unaufgeregter Kommentar Schniders dazu: «Muss wieder mehr üben.» Im Final der Besten, zu dem er antreten konnte, schaute schliesslich der 5. Platz heraus. Die beste Leistung lieferte Schnider schliesslich mit der Freipistole über 50 Meter ab. Um ein Haar hätte er mit dem Silberrang und 539 Punkten in seiner Paradedisziplin gar einen direkten Quotenplatz für die Paralympic Games 2012 in London geschafft. Er musste sich hier nur dem starken Ukrainer Vasiliev geschlagen geben. «Weil dem Schweizer Verband aber auf jeden Fall ein Startplatz zusteht, muss ich mich nächstes Jahr einfach intern qualifizieren», sagte der erfolgreiche Pistolenschütze. Gefragt, ob er 2012 in London antreten wolle, sagte er: «Auf jeden Fall, sofern nichts unvorhergesehenes geschieht.» |

