Die SG Mols ist Kantonalmeister der Jungschützen, der MSV Rufi-Maseltrangen gewinnt den Kantonalfinal beim Gruppenwettkampf für Jugendliche.

 GM Kantonalfinal JJ Buchs R Rufi M Buetschwil 0054   

von links: JJ Buchs-Räfis, Rufi-Maseltrangen, Bütschwil

 

GM Kantonalfinal JS Rufi M Mols Wil Stadt 0066     

Von links: JS Rufi-Maseltrangen, Mols, Wil Stadt           

8. August 2015 – Die Sportlerinnen und Sportler des MSV Rufi-Maseltrangen liessen sich auf dem Podest gleich zweimal feiern, als Sieger bei den Jugendlichen und als Vize-Kantonalmeister bei den Jungschützen. Dass die Freude darüber gross war, ist mehr als verständlich. Freude am Erfolg der Gasterländer dürfte bestimmt auch Kantonalpräsident Köbi Büchler haben, der bekanntlich in Maseltrangen ansässig ist. Nicht minder Freude herrschte bei den Jungschützen der SG Mols, denn sie dürfen nun ein Jahr lang mit Stolz als amtierender Kantonalmeister auftreten. Ebenfalls stolz und glücklich dürfen sich alle weiteren Athletinnen und Athleten fühlen, die ebenfalls das Podest erreichten oder mit ihrer Leistung auch ohne Auszeichnung zufrieden sind. Vizepräsident Erich Hagmann, der die Grüsse des SG KSV überbrachte, drückte es so aus: «Es ist immer wieder eine Freude,

zu sehen wie die jungen Schützinnen und Schützen sich mit Elan und Begeisterung an Wettkämpfen einsetzen, um möglichst gute Resultate zu erzielen.» Im Namen des SG KSV gratulierte er nachträglich allen Beteiligten herzlich zu ihren Leistungen am ESF im Wallis. Es sei nicht selbstverständlich, derart viele Goldmedaillen und weitere Podest-Plätze zu erreichen. Den 2. Rang im Kantone-Wettkampf nannte er «bewundernswert». Dies alles sei nur erreichbar, dank den vielen Betreuern und sonstigen Helfern in den Vereinen sowie den Familien, die ebenfalls mitziehen müssten. Speziell würdigte er aber die Sportlerinnen und Sportler, die dank des grossen Aufwands für Trainings und Wettkämpfe auf viel Freizeit verzichten müssten, um sich mit voller Motivation für den Schiesssport einzusetzen. Sie seien Vorbilder für jene, die mit ihrer Freizeit nichts Schlaues anzufangen wüssten. Zu guter Letzt bedankte sich Erich Hagmann bei Erika Breitenmoser, Bereichsleiterin Nachwuchs, sowie bei allen Helferinnen und Helfern des trotz der Hitze in allen Teilen gelungenen Anlasses.

Organisiert - unter der Obhut von Erika Breitenmoser - wurde der spannende Anlass im 300-Meter-Sportschiessen vom BSV Obertoggenburg, mit Präsident Kurt Geisser und Jungschützenleiter René Rust. Am Start waren 19 Vierergruppen Jungschützen (JS), darunter 8 Schützinnen, die ihr Programm in der Schiessanlage Berstel der SG Nesslau absolvierten und 10 Dreiergruppen Jugendliche (JJ), darunter 6 Schützinnen, denen die Schiessanlage Dammi der SG Wilhelm Tell in Krummenau zur Verfügung stand. Beim obligaten Apero konnte Erika Breitenmoser folgende Gäste willkommen heissen: Erich Hagmann, Vizepräsident SG KSV, Kilian Looser, Gemeindepräsident Nesslau, Kurt Geisser, Präsident BSV Obertoggenburg, René Rust, Jungschützenleiter BSV Obertoggenburg, Hausi Stauffacher, Präsident SG Wilhelm Tell, Krummenau, Thomas Bürgler, Präsident MSV Speer-Laad, die Kantonsräte Karl Brändle, Bütschwil, Christian Spoerlé, Ebnat-Kappel und Linus Thalmann, Kirchberg, Brigadier Willy Brülisauer, Nesslau, Kdt Pz Br 11, Major Andreas Schwarz, Lütisburg, Kreiskdt Kanton St.Gallen, Werner Hürlimann, Azmoos, ESO Kreis 18. Kilian Looser stellte Nesslau mit seinen fünf Schützenvereinen als schiessfreundliche Gemeinde vor, wobei dies Respekt von allen erfordere. René Rust, verantwortlicher Organisator des Anlasses, stellte fest, die Zahl der Jungschützen habe im BSV OT wieder gesteigert werden können. Erika Breitenmoser erläuterte ihrerseits die Bedingungen zur Teilnahme an den Gruppenfinals. Während der JS-Kantonalmeister für den Ostschweizer Final gesetzt ist, müssen sich alle JJ-Gruppen für die Teilnahme qualifizieren.

Nach den Rangverkündigungen stellte sich die Frage, weshalb die Resultate in diesem Jahr «viel» tiefer als im Vorjahr ausgefallen sind, wobei die Werte bereits bei den Qualifikationen um 6 Punkte (JS) bzw. 9 Punkte (JJ) tiefer lagen. Hatte der Kantonalmeister (JS) im Vorjahr 711 Punkte vorgelegt, genügten diesmal für den Titel 676 Punkte (minus 35). Dabei gilt es allerdings zu beachten, dass der zweite Rang mit 681 Punkten 30 Punkte unter dem Siegerresultat lag. So gesehen lässt sich die diesjährige grosse Differenz zum Teil jedenfalls eher mit dem vielleicht einmaligen Superresultat des letztjährigen Sieger-Quartetts denn mit erheblich schlechteren Resultaten in diesem Jahr relativieren. Bei den JJ lautete die Vorgabe für den Sieg im Vorjahr 527 Punkte (2. Rang 525), diesmal genügten 516 Punkte (minus 11). Ob es die Hitze war, die zu etwas schlechteren Resultaten führte, bleibe dahin gestellt, den Wettkampf vor Ort zu verfolgen war trotzdem spannend. Wie bereits erwähnt dienen die Kantonal-Finals gleichzeitig als Qualifikation für die Ostschweizer-Finals vom 22. August in Schaffhausen (JS Birch, JJ Neuhausen). Sowohl bei den JS (4 Sportler bis und mit 20. Altersjahr) als auch bei den JJ (3 Sportler 10 bis 16-jährig) gilt das gleiche Programm, bestehend aus 2 Durchgängen auf die Scheibe A10: jeweils 3 Probeschüsse in 2 Minuten sowie 6 Schüsse Einzelfeuer einzeln angezeigt und 4 Schüsse Einzelfeuer am Schluss angezeigt in 5 Minuten. Das ganze Programm wird sekundengenau kommandiert.

Im Anschluss an die Rangverkündigungen, die Medaillen wurden den Athletinnen und Athleten von den Gästen überreicht, bedankte sich Erika Breitenmoser nochmals bei den Sportlerinnen und Sportlern für ihren Einsatz, ebenso bei den Organisatoren sowie bei allen Helferinnen und Helfern. Speziell auch bei der Festwirtin, die mit ihrem Team im Büelensaal ein feines Menü mit Salat, Ghackets mit Hörnli und Dessert servierte. (Peter Jenni)