Medaillen für St. Galler Schützen am JU+VE in Thun

IMG 2542 Gold; Alexander Riedener, Bronze; Daniel Brunner

 

IMG 2547 Gold; Simon Rothenberger

Schiessen. Bereits zum 18. Mal traf sich Jung und Alt am vergangenen Samstag in Thun zur Austragung des Junioren- und Veteranenfinals (JU+VE). „Uns zur Freude und der Jugend zum Vorbild“ ist das Motto dieses schweizerischen Anlasses, der jeweils vom Verband der Schweizer Schützenveteranen organisiert wird. Die besten Jugendlichen und Veteranen der Schweiz fanden sich zum friedlichen Wettkampf in der Schiessanlage Guntelsey ein. Dabei wurde mit dem Gewehr auf die 300 Meter-Distanz, mit der Pistole auf 50 und 25 Meter geschossen. Die Jahrgänge 1999 bis 2005 starteten in der Kategorie Jugendliche, jene der Jahrgänge 1995-1998 als Junioren und Schützen der Jahrgänge 1955 und älter standen als Veteranen am Start. Guntelsey, die grösste Gewehr-Schiessanlage Europas mit ihrer sehr modernen Infrastruktur, eignet sich ausgezeichnet für diesen Anlass. Das eingespielte OK unter der Leitung von Peter Trauffer, wurde von zahlreichen freiwilligen Helfern unterstützt. Beim Wettkampf, der um neun Uhr morgens begann, standen auch zahlreiche St. Galler Schützen am Start, einige konnten Medaillen sichern. Nerven waren aber gefragt, um die in der Qualifikation erbrachten Resultate auch in der Vorrunde am Vormittag und dann am Final am Nachmittag erneut zu bringen. Am Nachmittag trafen sich die Besten der Besten zu den alles entscheidenden, kommandiert geschossenen Finals. Die zeitliche Begrenzung und nicht zuletzt das Wissen, dass sehr viele Zuschauer das Geschehen auf den Monitoren verfolgten, machte es den Schützinnen und Schützen nicht einfacher, die Nerven zu bewahren. Wer aber dabei sein will, muss dies ausblenden und sich voll auf den Wettkampf konzentrieren können.

Medaillen für starke Nerven

In der Kategorie Pistolen-Jugendliche (25 Meter) konnten mit Lorena Draxel (Montlingen), Ronja Kaiser (Schaan) und Max Zöpfel (St. Gallen) zwar drei junge St. Galler am Finale am Nachmittag teilnehmen, erreichten aber schlussendlich die Ränge fünf bis sieben. Medaillen gab es dafür für St. Galler Junioren. Und zwar gleich zwei. Zum einen konnte Alexander Riedener (Untereggen) mit drei Punkten Vorsprung souverän die Goldmedaille in Empfang nehmen. 142 Punkte (47/47/48) holte er in den drei Passen am Vormittag und weitere 93 Punkte beim M-Final. Mit den Passen 47/45/47 und damit 139 Punkten gelang es Daniel Brunner aus Brunnadern sich als dritter für das Finale zu qualifizieren. An diesem erzielte der Neckertaler 91 Punkte und sicherte sich damit die Bronzemedaille. Rebecca Villiger aus Bad Ragaz war die Leidtragende, die wegen eines fehlenden Punktes die Medaillenränge knapp verpasste, sich aber als sehr gute Vierte klassierte. Micha Mettler aus Walenstadt erreichte den M-Final ebenfalls und klassierte sich schlussendlich auf dem achten Rang.

Zwei Silbermedaillen für die Veteranen

Bei den Veteranen konnte sich Robert Weilenmann, der in Bronschofen wohnt, aber für den St. Galler Kantonalschützenverband startet, die Silbermedaille ergattern. Zwei Passen von 92 und 93 Punkten, sowie die 91 Punkte aus dem Finaldurchgang verhalfen dem versierten Pistolenschützen zu Silber. Ebenfalls auf dem zweiten Schlussrang landete Paul Knaus aus Mogelsberg. Allerdings kämpfte er über die 300 Meter-Distanz um den Sieg mit. Nur ein einziger Punkt fehlte dem Gewehrschützen zum Sieg. Alfred Sonderegger aus Grabs klassierte sich als Neunter, auch er hatte den Finaleinzug geschafft. Über 300 Meter schafften es die Jugendlichen Fabio Bühler (Lichtensteig) und Anita Hagmann (Dietfurt) ins nachmittägliche Finale. Für Medaillen reichte es nicht, aber für die Ränge sechs und sieben. Ein Punkt fehlte Olivia Hagmann aus Dietfurt für eine Bronzemedaille bei den Junioren. Mit dem Buchser Simon Rothenberger holte aber ein St. Galler Edelmetall ab. Mit den beiden Passen von 97 und 98 Punkten sowie dem hervorragende Ergebnis beim Finale, Rothenberger erzielte 99 Punkte, sorgte der Rheintaler für den klaren Sieg in seiner Kategorie. Severin Reifler aus Wolfhalden schaffte es in der Kategorie D-JJ ins Finale, klassierte sich schliesslich aber als Elfter. Mathias Gemperle (Waldkirch) ging es in der Kategorie Junioren D-J etwas besser, auch er schaffte den Finaleinzug und erreichte schliesslich den siebten Schlussrang.                     Beatrice Bollhalder